
Schweizer Arbeitgeber 08/2012
Trostlos in Davos. Da orakelt ein alterssentimentaler Impressario über das „Ende des Kapitalismus“ – und niemand steht auf, um ihn entschlossen darauf hinzuweisen, dass noch ein paar Milliarden Menschen auf den Wohlstand warten, den freie Märkte erzeugen.
Aber er steht mit seiner Meinung zweifellos im Hauptstrom jenes Zeitgeistes, der uns von den Zumutungen der Freiheit entlasten will. Selbst Starökonomen wie Nouriel Roubini entdecken ihre Liebe zu Marx, konstatieren, dass der Kapitalismus sich selbst zerstöre. Und im Fernsehen werden Abend für Abend Gessler-Hüte gegrüsst: „Übertreibungen, jaja, Raubtierkapitalismus, neinnein, und gegen überhöhte Gehälter sowieso“...