Wie das Leben so spielt...
„Wie das Leben so spielt“ – so heisst die neue CD von SPRENGER. SPRENGER, das ist das Duo Reinhard K. Sprenger und Peter Schnell. Seit fast dreissig Jahren arbeiten sie zusammen: mit verschiedenen Bands und Pop-Grössen tourten sie in den 80ern durch Europas Konzerthallen (z.B. Tina Turner, Mink de Ville). Nach dem ersten Album "Eigensinn" ist nun mit "Wie das Leben so spielt" das neue Album erschienen. Musikalisch eine Mischung aus Bluesrock („Dabei sein“) und Country-Folk („Nimm’s leicht“). Textlich geht es um Situationen, die jeder kennt, der schon ein bisschen Leben angehäuft hat: Geschichten („Rückwärtsblues“), melancholische Szenen („Mindergeliebt“) und lächelnde Selbsterkenntnis („Immernie“). Hören Sie doch einmal rein...
Hörbeispiele:
Dabei sein
Und der Eilzug ist zu langsam
Und dem IC fehlt das E
Und der D-Zug ist verspätet
Und die Füße tun mir weh
Und der Abhang rutscht - ich wollt doch dabei sein
Und die Uhren gehen genauer
Und wir tauschen Zeit in Geld
Und wir rennen, retten, flüchten
Und wir kürzen ab die Welt
Und der Abhang rutscht - ich willt nicht allein sein
Wir treten auf der Stelle um auf dem Laufenden zu bleiben
Der Kalender immer enger
um die Zeit zu vertreiben
Da wird gar nichts ausgelassen aus der Angst was zu verpassen
Ich kann es nicht leiden auf der Strecke zu bleiben
Schon früh um 6 bin ich verspätet
In der Panik liegt die Kraft
Wird die Action rasch getaktet
Und die Zukunft abgeschafft
Und der Abhang rutscht - ich wollt doch dabei sein
Kürzer gehen, lesen, kauen, kochen, schlafen und verdauen
Power-reading, -speeding, -dating, -sleeping, -napping auf dem Meeting
Und der Abhang rutscht - ich wollt doch dabei sein
Die Gutenachtgeschicht' die gute, dauert höchstens 'ne Minute
Jeder rennt, keine Zeit, bin auf dem Sprung, tut mir leid
Und der Abhang rutscht - ich wollt nicht allein sein
[...]
Mindergeliebt
Die Frau, sie war noch immer schön
Auf ihren Knien das Kind
Ich genoss das Bild, sie im Abendlicht zu sehen
Ihr Haar schwebte leicht im Wind
Erstaunt und dankbar nahm ich an
Ein Gefühl, das Ruhe bot
Das Wort "Genügen" fiel mir ein
Mit dem, was ich ergriff aus Not
Sie formte das, was zu Beginn
Zwischen uns dem Möglichen entsprach
Erstrebte nicht zerstörerisch
Was ohnehin nicht möglich war
Ich habe mich lang gequält und dann sie gewählt
Die mir alles gibt, obgleich mindergeliebt
Und ich hoffe dann, dass ich irgendwann
Die Einzige vergessen kann
Die Frau, sie war noch immer schön
Auf ihren Knien das Kind
Ich genoss das Bild, sie im Abendlicht zu sehen
Ihr Haar schwebte leicht im Wind
Schau ich heut zurück, dann ist sie mein Glück
Das um so später blüht, obgleich mindergeliebt
Und ich hoffe dann, das ich irgendwann
Die Einzige vergessen kann
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